App-Einblicke (1): Die Bayern-Karte

IMG_1765 (1)Man muss das vielleicht all jenen erklären, die nicht in diesem Freistaat sozialisiert worden sind: Bayern ist keineswegs gleich Bayern. Natürlich sind es am Ende doch wieder alle Bayern, die insbesondere gegen alles andere außerhalb des Freistaats zusammenstehen, aber auf unsere größeren und kleineren regionalen Unterschiede sind wir schon stolz – und das mit vollem Recht!

Es sind natürlich nicht nur die Regionen, die den Flächenstaat Bayern so unterschiedlich machen. Es reicht ein Blick auf die Entfernungen, die man beispielsweise zwischen Passau und Aschaffenburg zurücklegt. Da sind schnell mal 400 Kilometer beieinander und niemand, der auch nur halbwegs bei Verstand ist, würde bestreiten, dass sich Dinge, Menschen und Regionen auf einer solchen Strecke ändern. 400 Kilometer sind halt mal 400 Kilometer.

Diese an sich nicht ungewöhnliche Feststellung steht hier, weil Sie als Nutzer der neuen BR24-App ziemlich schnell auf ein Element stoßen werden, dass Ihnen möglicherweise erst einmal ungewöhnlich vorkommen wird: eine Bayern-Karte. Noch dazu eine, die in die sieben Regierungsbezirke unterteilt ist.  Jeder dieser  Bezirke ist sensitiv. Soll heißen, dahinter verbirgt sich auch etwas. Nämlich Informationen genau aus diesen Regionen. Die „Regionalteile“ der BR24-App sozusagen.

Was ja auch auf der Hand liegt, siehe die 400-Kilometer-Distanzen. Bei aller Liebe zum Freistaat wird der Passauer sich eher für Geschichten aus Niederbayern interessieren als aus Unterfranken.

Mit Feed und Karte

Die Bayern-Karte in der App bietet dem User zwei Möglichkeiten. Er kann – zum einen –   einen Regierungsbezirk seiner Wahl anklicken und dann den entsprechenden Nachrichten-Feed nur aus eben diesem Bezirk lesen. Er kann aber auch nach Geographie gehen: Auf der Karte sind die Orte markiert, aus denen es Nachrichten gibt. Von dort aus können sie auch angesteuert werden. Was angesichts der Größe der einzelnen Regierungsbezirke auch seine Vorteile hat. Niederbayern beispielsweise recht von der tschechischen Grenze im Bayerischen Wald bis kurz vor den Flughafen München. Da wäre es unrealistisch zu glauben, dass sich jeder Landshuter unbedingt dafür interessieren muss, was in Bayerisch Eisenstein oder in Zwiesel passiert. Und sich erst durch den ganzen Feed scrollen, muss man ja auch nicht unbedingt, wenn man tatsächlich nur gezielt nachschauen will, was in einer ganz bestimmten Region passiert ist.

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Aber natürlich ist diese Karte nicht einfach nur eine – zugegeben: sehr schöne – technische Spielerei. Vielmehr soll sie das möglich machen, wofür der BR steht. Für ein Medienhaus, das den Flächenstaat Bayern so gut in ebendieser Fläche erreicht wie es der öffentlich-rechtliche Auftrag vorsieht.

Von Christian Jakubetz am 20. Juni 2015 um 11:19 Uhr

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