App-Test mit Beef

Sie heißen Anna, Luisa, Isabelle, Celine und Tobi, sind zwischen 15 und 18 Jahre alt. Und sie machen uns nervös. Wie wirkt die BR24-App auf Jugendliche? Verstehen sie unsere Sprache, die Menüs, können sie überhaupt was mit einer News-App anfangen? BR backstage haben wir die App testen lassen.

Tobi nutzt bislang keine News-App. Der 18-Jährige macht eine Ausbildung als Elektroniker für Geräte und Systeme bei den Stadtwerken München in Fröttmaning, direkt neben der  Allianz Arena. FC Bayern? Nichts für Tobi. Löwen-Fan wäre auch zu viel gesagt, aber die 60er interessieren ihn und er holt sie zuallererst in seinen BR24-App-Stream. Bilder vom Trainingsstart, Führungskrise, Fanproteste – da war einiges geboten in den vergangenen Tagen. Tobi switcht sich durch die Inhalte, sieht sich das komplette App-Menü an, lässt ein Video anlaufen, liest. Und urteilt schließlich kompakt: „Die App ist recht übersichtlich aber doch informativ. Seitenlange Texte möchte ich mir eh nicht durchlesen, beim Scrollen kommt man genau zu seinen Themen und Videos.“

In der 10. Klasse von Anna und Luisa in Hersbruck bei Nürnberg gibt es keine 60er-Fans und die wenigen FC-Bayern-Anhänger haben kein ruhiges Leben. „Da gibt’s Beef“, meint die 16-jährige Luisa (Auf Nachfrage: „Da gibt’s Stress / Streit“).

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Anna und Luisa (16) aus Hersbruck bei Nürnberg

Alle in der Klasse haben ein Smartphone. Nachrichten? Ja neulich, als ein 22-Jähriger in Nürnberg vor eine fahrende U-Bahn geschubst und zum Glück nur leicht verletzt wurde. Oder die Meldung von der Handgranate, die die Staubers aus Straubing vom Kroatienurlaub mitbrachten. Das bleibt hängen. Ansonsten liest Luisa die Nürnberger Nachrichten, wenn sie bei ihrer Oma ist. Alle finden es gut, dass die BR24-App auch buntere Themen hat, sie wirke „irgendwie google“. „Ich will nicht nur schlimme Nachrichten von der Griechenlandkrise, ich will auch mal was Fröhliches lesen“, sagt Luisa. Das Eisbärbaby im Nürnberger Tiergarten findet sie beispielsweise cool.

 

„Ich find’s eher BR untypisch“

 

BR und App? Läuft.

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Isabelle und Celine aus München.

Und dann noch rein in die die Crash-Ausbildung zum App-Redakteur. Am Start: Celine und Isabelle, die beiden 15-Jährigen aus München. Da gab es nämlich mal das Versprechen der BR24-Entwickler, das „Content Management System“ unserer App (da wo man Text, Bild, Videos und Audios hochladen kann…) werde kinderleicht zu bedienen sein. Und? Es läuft. Beide Mädchen erklären, dass sie das „auch von zu Hause aus“ bedienen könnten. Bild hochladen, Audio, Teasertext eingeben, das war aber dann doch alles so neu, dass die Themen etwas nebenher liefen „Wir haben was mit Lahm gemacht und Jugendmedientag.“

Lahm ist nun Tobis Sache nicht, er hat inzwischen „Streik“ getaggt und findet das super. Das müsse er wissen, wenn gestreikt wird, sonst komme er nicht zur Arbeit nach Fröttmaning. Bei Streik würde Tobi also künftig eine Push-Meldung kommen, wenn er sich die App Ende Juni  herunterlädt. Und dafür spricht aus seiner Sicht einiges. „Wenn man BR hört, hat man die alte Leute Schiene im Kopf und hier gibt’s ein Angebot, das auch Jüngeren gefällt.“

 

Noch Fragen? Knallhartes Nachhaken beim Redaktionsleiter Wolfgang Vichtl …

 

Von Gudrun Riedl am 23. Juni 2015 um 7:07 Uhr

1 KOMMENTAR

  1. avatar Matias sagt:

    #BRuntypisch – DAS find ich richtig cool, diese Aussage. 🙂
    Viel Erfolg! Klasse der Weg, den der BR da einschlägt.

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