Wir lernen Netzwerk!

Zugegeben, dieser Text hier vom Sonntag hätte ganz anders ausfallen sollen.  Eigentlich hätte er sich mit dem Thema „BR24 in den sozialen Netzwerken“ beschäftigen sollen. Aber dann war da diese hochaktuelle Sache mit den Flüchtlingen und ein paar generelle Dinge, die wir dazu loswerden wollten…

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Weswegen wir jetzt nochmal einen Anlauf nehmen.  Weil wir natürlich nicht nur bei Facebook vertreten sind. Sondern auch bei Twitter, bei YouTube, bei Instagram und bei all den anderen, von denen wir noch gar nicht wissen, dass es sie mal geben wird und dass sie mal wichtig werden. Dieser zugegeben leicht kryptische Satz steht hier, weil wir natürlich wissen, dass das momentan nur eine Bestandsaufnahme sein kann. Wer sich an die tragikomische Geschichte der VZ-Seiten erinnert, der hat eine leise Ahnung, dass man darauf, dass für den Rest aller Tage sich das ganze Leben bei Facebook abspielt, nicht unbedingt wetten sollte.

Momentan aber, klar, sind wir ebenso selbstverständlich bei Facebook wie bei den anderen bekannten Plätzen dieses Netzes. Wir sind da, weil es uns Spaß macht, weil dort unsere Nutzer sind – und weil wir auch etwas lernen und verstehen wollen. Das klingt jetzt vielleicht etwas eigenartig, wenn ein öffentlich-rechtlicher Sender sagt, er wolle etwas lernen. Und vielleicht ist jetzt in Ihnen der Reflex erwacht zu sagen: Jetzt gibt´s euch schon so lange und ihr wisst immer nicht nicht, wie das geht?

Woher sollen wir denn wissen, wie es geht?

Tatsächlich ist die Sache die: Bei dem Tempo und dem gewaltigen Umfang, in dem sich die Medienwelt gerade verändert, wäre es vermessen, wenn wir glauben würden, wir wüssten ganz exakt, wie das alles geht. Das wissen wir natürlich nicht,  trösten uns aber damit, dass es ungefähr alle anderen auch nicht wissen. Also probieren wir es aus. Schon alleine deswegen, weil uns etwas anderes als ausprobieren gar nicht übrig bleibt.

Das ist etwas ganz anderes als die vorgefertigte und normierte Welt des Radios und Fernsehens, in der sich Sender sonst bewegen und sich dabei auch ganz wohlfühlen. Das beinhaltet aber auch das Risiko, etwas falsch zu machen. Oder nein, anders: nicht nur etwas, sondern manchmal auch etwas mehr als etwas.

Vor allem aber passiert dort etwas, was es im Journalismus so bisher noch nicht gab. Es entstehen Communitys, kleine oder manchmal auch ziemlich große. In denen auf Augenhöhe kommuniziert wird, theoretisch sogar rund um die Uhr. Das ist ungewohnt, und ja, auch das: aufwändig. Unsere Social-Teams sind gut beschäftigt, was uns auf der einen Seite natürlich freut, weil das ja das Ziel war. Auf der anderen Seite stellen sich jeden Tag bei diesen Themen viele kleine und manchmal auch große Fragen.

Ohne unsere User geht gar nichts mehr

Vor allem aber ist auch eines klar: Ohne unsere User kann so eine neue Form der Community und der Interaktion nicht funktionieren. Wir brauchen sie nicht als reine Zählmasse, sondern auch als diejenigen, die uns regelmäßig den Input geben, den wir benötigen, damit das, was wir da gerade versuchen, noch besser wird.

Und deshalb an dieser Stelle mal wieder die Anregung: Melden Sie sich, kritisieren Sie uns, loben Sie uns oder reden Sie einfach mit uns. Ohne Sie geht es nicht, ehrlich. Bei Facebook, Twitter, hier im Blog – oder natürlich auch ganz konventionell per Mail via beta@br24.de.

Von Christian Jakubetz am 9. September 2015 um 8:06 Uhr

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