Die neue „Rundschau“

Es ist ja in den Zeiten des Medienwandels so einfach wie kompliziert zugleich: Alles ändert sich und das auch noch schnell. Einfach ist das, weil man weiß, dass man ohnehin alles hinterfragen muss und man sich deshalb zumindest keine Gedanken darüber machen muss, ob man nicht einfach alles so lässt wie vorher (was ja, wenn wir ehrlich sind, eine Neigung ist, die tief in der menschlichen DNA steckt).

Kompliziert ist die ganze Geschichte allerdings leider auch. Weil man immer dann, wenn man etwas Neues auf die Beine stellt, nicht so genau weiß, ob das, was man plant, auch wirklich zukunftsfähig ist – oder nicht doch irgendwann später in der Kategorie „fatale Irrtümer“ auftaucht.

Wie dem auch sei: Natürlich wissen wir auch im BR, dass es zwar ziemlich toll ist, wenn wir jetzt eine App und ein Projekt wie BR24 haben. Aber wir ahnen auch, dass das nur ein Anfang sein kann. Weswegen die Erneuerungsarbeiten gerade in die nächste Runde gehen, diesmal mit dem Thema Fernsehen. Und da wiederum speziell mit den Nachrichten.

Ja, die „Rundschau“. Die ist ja irgendwie sowas wie die bayerische „Tagesschau“, mit der ganze Generationen von Fernsehzuschauern aufgewachsen sind.  Natürlich bleibt die „Rundschau“ im Programm, das wäre ja noch schöner. Aber sie wird sich ändern, was im Übrigen gar nicht so schlimm ist, wie man denken könnte: Bei der „Tagesschau“ sieht man neuerdings Menschen mit Beinen im Studio und die Mehrheit der Fernsehzuschauer hat das nach aktuellen Messungen ohne größere Kulturschocks überstanden.

Die gute, alte „Tagesschau“ (übrigens immer noch Deutschlands reichweitenstärkste und erfolgreichste Nachrichtensendung) spielt bei diesen Veränderungen der „Rundschau“ im Übrigen durchaus eine gewichtige Rolle. Sie kommt nämlich ab dem Frühjahr 2016 auch im Bayerischen Fernsehen. Pünktlich um 20 Uhr, wie im Rest Deutschlands auch.

Das wiederum hat natürlich Auswirkungen auf unsere „Rundschau“ – sowohl inhaltlich als auch bei den Sendeplätzen, die sich über den Tag verteilen. Das heißt konsequent erst einmal folgendes:

  • Die erste Sendung des Tages kommt um 16 Uhr.
  • Die Hauptsendung bekommt eine doppelt so lange Sendezeit und läuft dann von 18.30 bis 19 Uhr.
  • Das Rundschau-Magazin startet um 21.45 Uhr.
  • Die Rundschau-Nacht gibt es künftig in zwei Ausgaben – im Netz und im Fernsehen. Die „Netzausgabe“ gibt es als Livestream um 23.30 Uhr und im TV dann je nach Tages-Programm zwischen 0 und 1 Uhr.

Zwischendrin gibt es dann – wie erwähnt – um 20 Uhr noch die „Tagesschau“. Zusammengefasst also: Der Informationsanteil im TV steigt ab 16 Uhr durch die Verlängerung der Abendausgabe und die Hinzunahme der „Tagesschau“ spürbar an.

Aber wie das eben inzwischen so ist mit der digitalen Medienwelt: Man darf das Thema „Nachrichten im BR Fernsehen“ nicht mehr isoliert betrachten. Schließlich gehören die Fernsehnachrichten und das Projekt BR24 untrennbar zusammen. Der Gedanke dahinter:  Wer sich über Bayern und den Rest der Welt informieren will, der soll das rund um die Uhr beim BR tun können. Schließlich gibt es ja einen Grundversorgungsauftrag mit Nachrichten.

Es wächst zusammen…

Diesen Versorgungsauftrag kann man immer weniger isoliert voneinander betrachten. Weil die Endgeräte in der digitalen Welt zunehmend zusammenwachsen und es beispielsweise bei einem Smartphone schon nicht mehr möglich ist, es als eine bestimmte Art Medium zu kategorisieren. Man muss nicht sehr viel technisches Verständnis haben, um mit einem Smartphone fernzusehen oder Radio zu hören. Oder dann eben doch durchs Netz zu surfen oder eine App zu nutzen. Mit dem Label BR24 manifestieren wir das auch nach außen: BR24 ist unsere News-Marke, auch wenn die Rundschau oder auch B5aktuell als die tragenden Säulen dieser Marke ihre Eigenständigkeit behalten. Allerdings wird man auch – so viel darf man jetzt schon verraten – bei der ab Frühjahr veränderten Optik der Rundschau die enge Nähe zu BR24 sehen.

Was wir also mit BR24 angefangen haben, wird mit der „Rundschau“ konsequent fortgesetzt. Wie und warum genau – demnächst dann wieder hier auf dieser kleinen Seite…

Von Christian Jakubetz am 22. November 2015 um 4:44 Uhr

5 KOMMENTARE

  1. avatar Jens Drewel sagt:

    Veröffentlicht mal bitte Bilder vom neuen Studio und Design der Rundschau die es ab 11. April 2016 zu sehen gibt.

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