So geht es 2016 weiter

Reden wir nochmal über 2015. Ok, schon klar, das wäre letztes Jahr, ist lange her und wenn man erstmal wieder in den Realitäten des Alltags eines neuen Jahres angekommen ist, dann findet man das alte Jahr ungefähr so nützlich wie den Weihnachtsbaum, den man jetzt eigentlich auch langsam mal entsorgen müsste. Aber nachdem wenigstens in ein paar Wohnzimmern noch Weihnachtsbäume stehen, können wir ja auch nochmal kurz über das letzte Jahr reden. Zumal das ein guter Anlass ist, schon mal auf 2016 zu schauen…

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Aus nostalgischen Gründen schön, in der Praxis heute eher untauglich: analoge Produktionsmittel…(Foto: Jakubetz)

2015 also. Das Jahr, in dem der BR sich ziemlich intensiv mit diesem Projekt namens BR24 beschäftigt hat. Das kommt zumindest uns schon alles reichlich lange vor. Dabei belegt der Blick auf diese kleine Seite hier, dass soviel Zeit nun auch wieder nicht vergangen ist. Richtig los ging das hier eigentlich erst mit den re:publica in Berlin, bei der wir im Mai allmählich mal ein paar Schleier gelüftet haben (dass die Vorarbeiten dafür deutlich länger zurückreichen, ist natürlich auch klar). Danach dann: Beta-Phase, die üblichen internen Schwierigkeiten, die bei einem solchen Projekt unvermeidlich sind, Launch – und inzwischen stolze 170.000 Downloads (more to come). Die sozialen Netzwerke laufen inzwischen ebenfalls gut unter diesem neuen Label, wie überhaupt der Gedanke, BR24 zur digitalen Newsmarke des BR zu machen, ausgesprochen gut funktioniert. Wenn wir das hier mal ausnahmsweise voll des Eigenlobes so sagen dürfen.

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Aber natürlich: Das kann erst der Anfang gewesen sein. Und das war es tatsächlich auch. Wenn wir alle, also wir als Medienmacher und Sie als Konsumenten, irgendwie rüberkommen wollen in dieses neue digitale Zeitalter, das so neu ja nun auch nicht mehr ist, dann müssen wir ein bisschen mehr machen als eine sehr chice App und ein neues Label. Und natürlich auch bei den Dingen ansetzen, die klassisches Kerngeschäft des BR sind. Die TV-Nachrichten beispielsweise werden gerade vollständig überarbeitet – ab April gibt es sie in komplett neuer Optik, mit veränderten inhaltlichen Schwerpunkten und zudem mit neuen Sendezeiten. Was auch damit zu tun hat, dass dann ab 20 Uhr die „Tagesschau“ ins BR-Programm rutschen wird.

Weiter geht auch der Umbau des BR zu einem tatsächlich trimedialen Haus. Das hat natürlich auch mit internen Umstrukturierungen zu tun, tatsächlich aber geht es in erster Linie darum, die „Grundversorgung“ (so heißt das im Juristendeutsch) Neubau denken. Zu dieser Grundversorgung gehören mittlerweile auch digitale Plattformen. Ganz einfach deswegen, weil sie es sind, die am meisten nachgefragt werden. Zumindest in Zukunft. Medienmachen ohne digitale Grundlage, das wäre im Jahr 2016 tatsächlich nur noch ein schlechter Witz.

Und deswegen geht es weiter. Im BR, mit BR24, mit diesem Blog. Auf dem Sie auch in diesem Jahr – hoffentlich – von vielen Neuerungen und Weiterentwicklungen lesen und uns dabei sehr gerne auch begleiten können.

2016 – pack ma´s!

Von Christian Jakubetz am 5. Januar 2016 um 7:13 Uhr

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