Die neue Rundschau – da ist sie!

Jetzt also ist es geschafft – zumindest der erste große Schritt: Die neue Rundschau ist online  on Air. Am Montag ist die erste Sendung gelaufen, mit neuem Design, sowohl optisch als auch akustisch.

(Sie können sich in 360 Grad umschauen: Im neuen Studio mit Moderatorin Ursula Heller, in der Regie und in unserer Redaktion mit Rundschau-Chefin Anja Miller. Der 360-Grad-Effekt bei YouTube-Videos funktioniert bisher aber leider nur, wenn Sie Google Chrome als Browser nutzen).

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Nur noch wenige Sekunden bis zum Start: Moderator Stefan Scheider ist schon auf dem Schirm, in der Regie läuft der Countdown für die neue „Rundschau“. (Foto: Jakubetz)

Was jetzt gerade irgendwie fluffig aussieht, ist allerdings das Resultat von zwei Jahren intensiver Arbeit, die sich in den zurückliegenden Wochen nochmal (um mal bewusst einen solchen Ausdruck zu verwenden) erheblich verdichtet hat. Konkret: Ohne dass Sie es bemerkt haben, gab es jeden Tag zwei „Rundschau“-Ausgaben. Eine, die wie immer ganz normal auf Sendung ging. Und eine, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit, dennoch aber unter Real-Bedingungen geprobt hat, wie die neue Sendung im neuen Format und teilweise auch neuen Moderatoren aussieht.

Die wichtigsten Neuerungen

Die Hauptausgabe beginnt bereits um 18.30 Uhr und verdoppelt sich auf 30 Minuten. Dabei erhält die Nachrichtensendung neben einer täglichen Ausgabe um 16 Uhr mehr Raum für Themen aus Bayern, die vom starken und weit verzweigten Korrespondentennetz des BR geliefert werden. Internationale und bundesweite Themen sollen verstärkt mit Blick auf ihre Bedeutung für die bayerischen Zuschauer präsentiert werden. Dafür widmet sich die „Abendschau“ um 18 Uhr verstärkt den Themen aus dem Alltag der Menschen. Damit soll das Vorabendmagazin für alle Generationen ausgeweitet werden: Mit einer Mischung aus Service, Kultur-, Unterhaltung-, aber auch Familien- und Nutzwert-Themen. Die „Tagesschau“ wird aus dem Ersten übernommen und um 20 Uhr im BR Fernsehen gesendet – so, wie das andere Dritte Programme bereits seit Jahren tun. Durch die Übernahme der „Tagesschau“ wird die erfolgreiche Vorabendserie „Dahoam is Dahoam“ um eine Viertelstunde auf 19.30 Uhr vorgezogen.

Eine dieser neuen Moderatorinnen sehen Sie oben im 360-Grad-Video, auch wenn sie gar nicht mehr so neu ist wie der Begriff „neu“ eigentlich suggerieren würde. Ursula Heller nämlich ist eines der bekanntesten Gesichter des BR, sie moderierte in der Vergangenheit hauptsächlich die „Münchner Runde“.

Mit Till Nassif kommt für das Magazin um 21.45 jemand dazu, den Fernsehzuschauer bisher vor allem mit der frühen Morgenstunde verbinden: Er moderiert schon seit einigen Jahren des „Morgenmagazin“ von ARD und ZDF.

Und jetzt: weitermachen! Medienzukunft wartet schließlich nicht…

Von Christian Jakubetz am 11. April 2016 um 7:26 Uhr

4 KOMMENTARE

  1. avatar Jens Drewel sagt:

    „Der 360-Grad-Effekt bei YouTube-Videos funktioniert bisher aber leider nur, wenn Sie Google Chrome als Browser nutzen.“

    Geht im Firefox 45.0.2 auch, wo man mit der Maus das Bild verschieben kann.

  2. avatar Markus Remold sagt:

    30 Minuten pro Tag ist viel Zeit. Nach mehr als einer Woche „Probeschauen“ fällt das Fazit negativ aus: Aufgebläht, nicht vertieft. Wo bleibt die informative Hintergrund- und Rahmeninformation (z.B. Erdbeben in Ecuador – Was ist das für ein Land? Wie geht man jenseits von Opferzahlen und Rettungsaktionen mit dem Desaster um? Politik – Wirtschaft – Schere-Arm-Reich: Was bedeutet das Erdbeben jenseit der Toten?)? Was ist mit all den vergessenen Nachrichtenschauplätzen der Welt (Tibet, Haiti, Sudan – selbst Ukraine, Gazastreifen, Syrien, Afghanistan verschwinden oft aus dem Blickfeld.)? Einfach nur mehr bayerische Provinz: Warum soll der Würzburger noch mehr von Schneizlreuth erfahren? – Wobei auch hier heute die Hintergründe dürftig waren: Was genau fördert man denn in Österreich, was die Schneizlreuther bräuchten? Oder noch mehr nichtssagende Interviews mit noch weniger sagenden Sportgenies – egal ob 20jährige Eishockey-Stars oder trippelwütige Fußballspieler? Dafür ist die Zeit zu schade. Die alte Rundschau war gut. Wer ihre Dauer verdoppelt, der muss die informative Qualität für uns mit-denkende Bürger vervierfachen. Infotainment haben wir lange schon satt. Da wird man sich wohl andere Informationsquellen suchen müssen!

    • avatar Anja Miller sagt:

      Lieber Herr Remold,
      danke für Ihren Kommentar und die kritische Beobachtung der neuen Rundschau.
      Aufgebläht finde ich sie nicht. Wir legen morgens, nach Diskussion und Bewertung der Nachrichtenlage, ein Thema des Tages fest . Dann vertiefen wir es für die Hauptausgabe mit Hintergrund-Stücken aus unseren Fachredaktionen und stellen grafisch die wichtigsten Kerndaten dazu zusammen. Im Nachrichtenteil erhalten Sie noch einen Gesamtüberblick – der wird, wie gewohnt und bewährt, vom Nachichtenteam der Rundschau zusammengestellt. Vertiefungen von Themen wie : Erdbeben in Ecuador, Ukraine, Gaza etc. finden Sie in der Tagesschau um 20 Uhr, die wir mittlerweile im BR Fernsehen übernehmen. Den Sport haben wir dazugenommen, weil für viele Zuschauerinnen und Zuschauern in Bayern Sport zu den relevanten Themen gehört -z.B. wenn der EHC Deutscher Eishockey-Meister wird.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Anja Miller

    • avatar Christian Jakubetz sagt:

      Hinweis aus Transparenz-Gründen: Anja Miller ist Redaktionsleiterin der Rundschau.

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