BR 24: Hier ist Version 2.0!

Im digitalen Leben ist ein Jahr eine unglaublich lange Zeit. Und was noch vor 12 Monaten als State of the Art gegolten hat, ist mittlerweile – naja, vielleicht nicht gleich überholt, aber eben ein Jahr alt. Zeit also, dass die Erkenntnisse des vergangenen Jahres ein wenig aufgefrischt werden. Das Resultat:  BR 24,  Version 2.0 ist am Start. Das Update der App kann ab sofort in den App-Stores für iOS und Android geladen werden.

Es hatte sich ja bereits angekündigt, u.a. in diesen Gesprächen mit Mustafa Isik, dem Mann hinter den Bits und Bytes beim BR. Die BR24-App hat ein paar neue Features bekommen. Zwar hat sich am Erscheinungsbild und den grundsätzlichen Funktionsweisen der App nichts geändert, das wäre ja auch unsinnig gewesen nach gerade mal einem guten Jahr. Dafür aber sind ein paar Dinge hinzugekommen, die ziemlich exakt das widerspiegeln, was sich im vergangenen Jahr im digitalen Journalismus getan hat.

Neuerung Nummer 1: 360 Grad

Da ist an vorderster Stelle das Thema 360 Grad-Videos.  Wir haben uns beim BR in den vergangenen Monaten mit diesem Thema intensiv beschäftigt. Weil ja nicht alles, was technisch möglich ist, inhaltlich auch wirklich sinnvoll ist. Und weil man sich bei jedem Tool überlegen sollte, welche Geschichten man wie dort erzählen will. 360 Grad, so viel  kristallisierte sich bereits im Frühjahr heraus, bietet einige unglaublich tolle Gelegenheiten für Journalisten, Geschichten ganz neu zu erzählen. Auf der anderen Seite gibt es da aber auch ein paar echte Herausforderungen. Wenn man beispielsweise etwas in 360 Grad zeigen will, dann sollte man schon sicher sein, dass es auch tatsächlich in diesen 360 Grad überall etwas zu sehen gibt.

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Ab sofort jeden Tag: Bayern und die Welt in 360 Grad.

Was ebenfalls neu war: Woher sollen wir beim Produzieren eines solchen Videos eigentlich wissen, wo sich der Nutzer gerade befindet? Was er sich gerade ansieht, was für ihn interessant ist? Nicht jede dieser Fragen ist bereits beantwortet. Wie auch, bei einer Technologie, die selbst für digitale Verhältnisse noch ziemlich neu ist?

Trotzdem: Gerade für nachrichtlich getriebenen, bewegtbildorienten und multimedial orientierten Journalismus ist die 360-Grad-Technologie unverzichtbar. Weil wir Bayern und die Welt jetzt tatsächlich im ganzen Bild zeigen können. Weil sich User plötzlich mittendrin an Orte mitnehmen lassen, als wären sie selbst dabei. Und weil die Eindrücke, die 360 Grad vermitteln können, dann eben doch ganz andere sind als bei „normalen“ Videos. Wenn man so will, dann ist 360 Grad ein Thema, das wie geschaffen ist für die App eines (öffentlich-rechtlichen) TV-Senders. Schließlich gibt es ja immer wieder mal Debatten darum, wie öffentlich-rechtliche Sender ihrem Auftrag im Netz am besten gerecht werden…

360 Grad-Videos sind in einer eigenen Rubrik in der App untergebracht und sollen künftig wie möglich neu erscheinen.

Neuerung Nummer 2: BR 24 pusht jetzt smart

Schon seit den ersten Tagen der BR24-App stand ein Schlagwort im Vordergrund: Personalisierung. Schließlich macht eine Nachrichten-App heute nur noch Sinn, wenn sie ihrem Nutzer auch dabei hilft, Dinge nicht zu sehen. Klingt auf den ersten Blick paradox, nicht wahr? Eine App, die Themen nicht anzeigt? Tatsächlich aber gibt es inzwischen viel zu viele Nachrichten und Themen, als dass man sie ernsthaft noch alle konsumieren und verstehen könnte. Filtern gehört demnach also zu den wichtigsten Kompetenzen, die man als digitaler Mediennutzer haben kann.

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Aber wir sind nicht Facebook oder sonst ein technologiegetriebenes Unternehmen, das seinen Usern mit einem Algorithmus das vorsetzt, von dem ein Algorithmus glaubt, dass es gut sein könnte. Bisher haben wir deshalb schon das Auswählen von Themen und Schlagworten in der Rubrik „Mein BR24“ gerne dem User und seiner Mündigkeit überlassen. Jetzt gehen wir in einem kleinen, aber doch entscheidenden Detail noch einen Schritt weiter: Der User kann selbst entscheiden, wie er bei Push-Nachrichten benachrichtigt werden will.

Bisher ist das in den meisten Fällen immer noch so: Eine Push-Nachricht ist eine Push-Nachricht ist eine Push-Nachricht. Soll heißen, es bimmelt und piepst und blinkt immer gleich. Die BR24-App 2.0 bietet jetzt die Möglichkeit zur Abstufung: je nach Interesse und nach Neigung des Users. „Smarte Push-Benachrichtigungen“ nennt sich das. Und sie halten, was der Begriff „smart“ verspricht…

Das Ganze funktioniert so: Eilmeldungen bekommt man (falls gewünscht) weiterhin als Push mit Ton. Daneben lassen sich jetzt aber auch weitere Rubriken auswählen, für die man wichtige Meldungen bekommt. Allerdings: als Push-Meldung ohne Ton. Schließlich entwertet es ja das sinnvolle Prinzip der Push-Meldung mit Benachrichtigung, wenn es alle paar Minuten klingelt und vibriert. Die Smart-Push-Funtion bei der BR24-App ermöglicht, bei allen Themen von Interesse informiert zu bleiben und dennoch nochmal unterscheiden zu können, wie dringlich eine Nachricht ist.

Neuerung Nummer 3: Die Netzwelt und das Wissen

Nachrichten-Apps sind inzwischen weitaus mehr als Kanäle zur Verbreitung klassischer Nachrichten. Eine App wie die von BR 24 soll auch ein Navigator durch den Tag sein. Zwei Ressorts gehören im digitalen Leben des Jahres 2016 unbedingt dazu: ein Digital- und ein Wissen-Ressort. Deswegen gibt es ab sofort die Rubriken „Netzwelt“ und „Wissen“.  Das spiegelt zudem zwei der Kernkompetenzen des BR wieder, schließlich tauchen beide Themen auch in den Fernseh- und Radioprogrammen häufig auf.

Ihr Feedback zur BR24-App 2.0

Natürlich: Man kann immer alles noch ein bisschen besser machen. Gerade bei dauerhaften Entwicklungen wie einer App. Wenn 2.0 seinen Release hinter sich, beginnt schon wieder die Arbeit an 3.0. Und natürlich zählt nichts so sehr wie die Meinung der User. In der App gibt es deshalb eine Möglichkeit, unmittelbar Feedback an die Redaktion zu senden. Oder in den sozialen Netzwerken, beispielsweise bei Facebook oder Twitter. Hier im Blog in den Kommentaren. Oder per mail: beta@br24.de

Von Christian Jakubetz am 4. Oktober 2016 um 10:50 Uhr

3 KOMMENTARE

  1. avatar Christian sagt:

    Ist die Windows Phone App Entwicklung eingestellt worden?

  2. avatar Erik sagt:

    Würde auch gern eine Windows Phone / Windows Mobile App sehen. Sehr schade, dass der Nutzerkreis ausgeschlossen wird. Es gibt immer noch eine nicht kleine Zahl an aktiven Nutzern.

  3. avatar Achim sagt:

    Wo bleibt die versprochene (!!!!) Windows Version???

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