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Medienwandel-Tage 2016

Man könnte über kaum ein Thema so lange und kontrovers debattieren wie über die Zukunft von Journalismus und Medien. Medienwandel? Die einen sehen die Zukunft in einer Ansammlung von irgendwelchen digitalen Applikationen. Die anderen glauben fest an den weitgehenden Fortbestand des Status quo, erweitert mit ein bisschen Internet. Und dann gibt es schließlich auch noch die, die Medien am liebsten in der jetzigen Form in die Tonne treten würden. Lügenpresse, Lückenpresse, Staatsmedien, das ganze Programm, Sie wissen schon. Eine letzte Zusammenfassung der Medientage 2016.

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Womit wir schnell bei einer Grundsatzfrage wären: Ist das alles überhaupt noch halbwegs akzeptabler Journalismus, der da in den (Un-)Tiefen des Netzes gesendet und verbreitet wird? Journalismus in der Krise, beseitigt von all dem Müll, den es ja zweifelsohne auch gibt? Oder ist der Journalismus möglicherweise besser denn je, aktueller, schneller, vielschichtiger? Armin Wolf, Moderator und Vizechefredakteur des ORF, glaubt an Letzteres. Klar, es gibt eine ökonomische Krise, sagt er. Und unbestritten, die Finanzierung des Journalismus ist schwierig geworden. Bei allen Lichtblicken, die es gibt: Das eine, goldene Geschäftsmodell im digitalen Zeitalter gibt es nicht und wird es womöglich auch nie geben.

Trotzdem: Journalismus ist ja nicht nur Ökonomie, sondern hat gerade in den Tagen des digitalen Überfusses auch eine gesellschaftliche Aufgabe. Klar ist aber auch: Wir werden uns neue Formen des Storytellings einfallen lassen müssen. Eine Aufgabe, bei der wir vermutlich gerade erst am Anfang stehen.

Das klingt in der Theorie plausibel. In der Praxis muss man das erstmal umgesetzt bekommen, zumal der Unterschied zwischen den Nutzungsgewohnheiten von uns älteren Semestern und den „Digital Natives“ dann doch ganz erheblich ist. ARD und ZDF haben mittlerweile mit einem neuen Angebt begonnen, das „Funk“ heißt und mit dem „Funk“ heutiger Tage nicht mehr sehr viel zu tun hat, möglicherweise aber exemplarisch für den „Funk“ von morgen ist.

„Funk“ und der Medienwandel in der Praxis

Florian Hager, Programmgeschäftsführer (so viel Zeit und Titel muss dann doch wieder sein!) bei „Funk“, hat über 40 verschiedene Formate an den Start gebracht. Es sind nicht ganz so viele Kanäle, aber immerhin doch eine ganze Menge. Vom obligatorischen „Facebook“ bis hin zu „Snapchat“.  Gut möglich also, dass wir bei „Funk“ gerade so eine Art role model für die mediale Zukunft erleben.

Und was gibt es grundsätzlich noch zu sagen? Wenn es nicht nur um Technik und Inhalte geht, sondern um das Verhältnis zwischen Medien und Konsumenten? Famous last words – großartig einfach und beeindruckend wie immer – von Dunja Hayali:

Von Christian Jakubetz am 28. Oktober 2016 um 7:24 Uhr

1 KOMMENTAR

  1. […] 25.10. Medientage: Unser neues Leben im Netz  (BR 24 1, BR 24 2) […]

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